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Laudatio für Hermann
Betscher
Lieber Hermann,
Mit größtem Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass Du die Führung
der Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf - aus
schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen bzw. auf Grund von höherer
Gewalt - niederlegen mußtest. Es war für uns alle - von der
FFGW und dem Museumsteam - unfaßbar als wir erfuhren, dass Du per
Hubschrauber nach Neustadt Saale geflogen wurdest. Ein jeder wußte,
was dies bedeutete. Wir sind allerdings froh und dankbar, dass Du wieder
soweit hergestellt bist, dass Du heute unter uns sein kannst.
Es war vor 21 Jahren am 29. April 1985 als Du, Hermann, auf Grund von Neuwahlen,
das Ruder der FFGW in die Hände gelegt bekamst. Zur Seite gestellt
wurden Dir damals Erwin Kernstock als Kassier, Heinz Kaysser als Schriftführer
und ich als Dein Stellvertreter.
In der Ära davor gab es kaum eine Mitgliederversammlungen, zumindest
nicht so wie es sich für einen Verein wie der FFGW gebührt hätte
und somit auch keine Protokolle, obwohl die FFGW sich bereits 1973 als
Förderverein konstituiert hatte.
Wie klein und bescheiden waren 1985 doch die Anfänge. Jedem 3-Zeiler
aus aller Welt, ob Text oder Bericht, sind wir nachgegangen, egal aus welchem
Medium auch immer diese stammten und egal wie negativ oder positiv diese
waren. Das hat sich dann während Deiner Zeit rasant verändert.
Namhafte Zeitungen, Zeitschriften und Magazine wie Stern, Spiegel, Focus
etc. brachten Berichte und Reportagen mit Fotos. Rundfunk und Fernsehen
aus der näheren und weiteren Umgebung, aus anderen Bundesländern
und Europaweit arrangierten Termine für Interviews und Aufnahmen.
Es entstanden TV-Filme wie zB "Der Belächelte Pionier" von
Helmar Spannenberger, "Ich flog vor den Wrights" von Lore Prasch;
beide Doku-Reportagen. Dann wurde der Spielfilm "Eva - ganz mein Fall"
mit Siegfried Rauch und Lara Joy Körner in den Hauptrollen Wirklichkeit.
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Unter Deiner Führung lernten wir mit Journalisten, Reportern und Kamerateams
umzugehen. Recht bald wurde klar, wer es denn letztendlich ehrlich, von
diesen allen, mit uns und der Sache Weißkopf meinte.
Die Realisierung bzw. die Erweiterung und Ausbau des "Flugpionier
Gustav Weißkopf Museums" wurden unter Deiner Leitung zur Priorität
erklärt und forciert in Angriff genommen. Als dann noch das FFGW-Projekt
"Nachbau der legendären Weißkopfschen Flugmaschine Nr.21"
Fakt wurde und die Nr. 21 tatsächlich auch flog, dann war zu erkennen
und klar, dass Du mit Deinem Team weltweit den Flugpionier Weißkopf
und seine Pionierleistungen fest etabliert hattest.
Highlights wie die Ausstellung des Nachbaus von Weißkopfs legendären
Flug- maschine im Brücken-Center Ansbach, im City-Center Fürth
und im City-Center Weiden, im Flughafen Frankfurt a.M. sowie im Nürnberger
Flughafen zeigten den erzielten Bekanntheitsgrad. Der absolute Höhepunkt
jedoch war die Einladung zur Teilnahme - mit dem Nachbau der Nr. 21 - an
der ILA (Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung) in Berlin. ------
Das kostete zwar sehr sehr viel Manpower des Teams ABER kaum irgendwelche
Finanzen. Alle Kosten, inklusive Flug-, Transport-, Stand- und Hotelkosten
wurden übernommen. Ja, die FFGW war wer und so manch Einer wollte
doch auch an "Weißkopf" teilhaben!!
Kurzum, die Felsen bzw. Hindernisse die vor und zur Anerkennung Weißkopfs
in den vielen Jahren aus dem Weg zu räumen waren, waren schon riesige
- und wie es schien - unüberwindbare Felsmassive.
Hermann: Deine Beharrlichkeit,
Geschick und Taktik haben aber diese Fels- massive in den 21 Jahren wie
Eisberge unter der Tropensonne schmelzen lassen.
Dafür wollen wir Dir aus ganzem Herzen unseren Lob, Dank und Anerkennung
aussprechen und zeichnen Dich hierfür im besonderen Masse aus - in
dem wir Dich - Kraft meines Amtes - zum Ehrenvorsitzenden der FFGW ernennen.
Matthias Lechner, 1. Vorsitzender der FFGW
anläßlich der Amtsniederlegung von Hermann Betscher

Werbung für Weißkopf
reist durch ganz Europa

Sonderbriefmarke aus Österreich
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Herr Johann
Jungegger aus
Kufstein / Tirol
war von 1942 bis 1945 bei der Firma Jumo (Junkers Motoren) in Dessau
als Motorenbauer tätig.
Aufgrund von seinen direkten Beziehungen zur Fliegerei und Tätigkeit
als Modellbauer, sowie
Kontakte zu Leutershausen, schuf er diese Weißkopf-Briefmarke.
Er ließ eine
limitierte Auflage durch die Österreichische Staatsdruckerei
auf eigene Rechnung
fertigen. Wirklich schade, dass diese Marke in Deutschland nicht
gültig ist. |
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